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Glossen
(zum alltäglichen Wahnsinn)

 



Verwirrend


Berlin (dpa) - Bundeskanzlerin Angela Merkel wird nach einem Zeitungsbericht von einem Mann verfolgt, der immer wieder in ihr privates Umfeld vordringt.

Trotz aller Sicherheitsvorkehrungen sei der geistig Verwirrte an den beiden vergangenen Wochenenden auf das bewachte Grundstück ihres Wochenendhauses in der brandenburgischen Uckermark vorgedrungen, berichtet die «Bild»-Zeitung. Einige Wochen zuvor sei er bereits von der Polizei an ihrer Berliner Wohnung abgewiesen worden.

Der Mittvierziger werde in der psychiatrischen Abteilung eines regionalen Krankenhauses ambulant behandelt.

Der Mann muss tatsächlich geistig verwirrt sein!

 



Guter Rat ist preiswert


Hamburg (dapd). Karl Lagerfeld (77), Modedesigner, hält wenig vom Stil der Intellektuellen. "Tut mir leid, ich hasse schmuddelige Intellektuelle", sagte er dem "ZEITmagazin" laut Vorabbericht. "Früher, da sahen die Intellektuellen noch nach etwas aus. Aber heute sind das doch alles Schlampen, und nicht nur die Deutschen." Er rät: "Günter Grass sollte sich mal Schlips und Kragen zulegen, er würde jünger wirken."

Um dem allgemeinen Modebewusstsein auf die Sprünge zu helfen, will er im Herbst 2011 eine eigene günstige Modekollektion unter dem Titel "Masstige" online vertreiben: "Das Teuerste mache ich ja schon. Also ist es für mich interessant, das Preiswerteste zu machen. Ich bin derart populaire, dass ich die ideale Figur bin für etwas Preiswertes."

 



Die Macht der Subventionen


Jerusalem (dapd). Israelische Künstler boykottieren ein neues Theater im Westjordanland und haben damit die Regierung gegen sich aufgebracht. Führende Theaterautoren, Schauspieler und andere Künstler erklärten, sie wollten nicht in dem Festspielhaus in der jüdischen Siedlung Ariel auftreten, weil Ariel hinter der sogenannten "Grünen Linie" liegt - der Grenze Israels vor dessen Besetzung des Westjordanlands im Jahr 1967. Die Siedlung, argumentieren die Künstler, sei in dem im Sechstagekrieg eroberten Gebiet gegründet worden, um die Entstehung eines palästinensischen Staats zu verhindern.

Doch Befürworter der 19.000-Einwohner-Gemeinde Ariel holten nach dem Aufruf zum Boykott zum Gegenschlag aus: Außenminister Avigdor Lieberman und andere Politiker drohten damit, Künstlern öffentliche Fördermittel zu entziehen. "Die Theater, die öffentliche Zuschüsse erhalten, können keinen Boykott gegen die Stadt Ariel auf der Grundlage bestimmter politischer Ansichten verhängen", sagte Lieberman am Sonntag.

Der Streit über die Siedlung Ariel kommt zu einem Zeitpunkt, zu dem Israel unter internationalem Druck steht, den Baustopp im Westjordanland zu verlängern. Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat sich bislang geweigert, das im September ausgelaufene Moratorium zu verlängern. Die Palästinenser haben angekündigt, Friedensgespräche mit Israel erst wieder aufzunehmen, wenn ein neues Moratorium verhängt worden sei.

 



Aus deutschen Landen


Köln/Berlin (dapd). Um 11.11 Uhr hat am Donnerstag die "fünfte Jahreszeit" begonnen. Allein in der Kölner Altstadt schunkelten zum Karnevalsbeginn Zehntausende kostümierte Jecken. Dort steht die diesjährige Saison unter dem Motto "Köln hat was zu beaten". In Mainz startete die Saison traditionell mit der Proklamation der närrischen Grundgesetze auf dem Schillerplatz in der Innenstadt.

Wie an jedem 11. November erwachte in Düsseldorf der "Hoppeditz" zu neuem Leben. Mit Pumphosen und rot-weißen Bommeln geschmückt schoss die Symbolfigur des dortigen Karnevals in seiner Rede lokalpolitische Spitzen ab. Hier lautet das Motto "Jebuddelt, jebaggert, jebützt" (Gebuddelt, gebaggert, geküsst). Auf dem Bonner Markt erwartete Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch (SPD) die närrische Prominenz, darunter Prinz und Bonna sowie die Wäscherprinzessin.

Die Cottbuser Narren dagegen mussten das Rathaus ohne neues Lausitzer Prinzenpaar stürmen: Es sei bisher kein Prinz gefunden worden, hatte der Kanzler der Ehrensenatoren, Wolfgang Bialas, erklärt. Dem Karneval-Verband-Lausitz (KVL) gehören gut 50 Mitgliedsvereine in und um Cottbus an.

In Berlin begann die "fünfte Jahreszeit" entgegen der Tradition bereits eine Stunde früher mit dem Sturm auf das Berliner Abgeordnetenhaus. Die ungewöhnlich frühe Stunde des karnevalistischen Besuchs erklärte das Abgeordnetenhaus im Internet mit dem Beginn der Plenarsitzung um 13.00 Uhr.

€ 8.90 für eine Maß, da ist ein Heilsbringer vonnöten, um das zu verschmerzen!

 



Aus deutschen Landen II


Wenn ein deutscher Medienpreis vergeben wird, darf der medienwirksame Sport nicht fehlen. Ganz zu schweigen von der Integration:


Potsdam (dpa) - Posthume Ehrung für Christoph Schlingensief und ein Überraschungs-Bambi für US-Star Sarah Jessica Parker: In Potsdam ist am Donnerstagabend zum 62. Mal der Burda-Medienpreis Bambi verliehen worden.

Hannah Herzsprung und Florian David Fitz erhielten den Medienpreis Bambi in der Kategorie Schauspieler/in. Die 29-Jährige («Weissensee») setzte sich gegen ihre ebenfalls nominierten Kolleginnen Christiane Paul und Anna Loos durch. Bei den Männern waren neben Fitz («Vincent will Meer») auch Felix Klare und Friedrich Mücke im Rennen um den Burda-Medienpreis. Zur besten Fernsehserie wurde «Um Himmels Willen» (ARD) gekürt.

Fußballnationaltrainer Joachim Löw und sein Trainerstab bekamen unter dem Jubel der Gäste den Sonderpreis der Jury. Die Laudatio hielt Fußballer Mesut Özil, der an die Fußball-WM in Südafrika erinnerte, bei der das junge deutsche Team Dritter geworden war. «Es war für uns ein tolles Turnier», sagte Özil. Er bedankte sich für Löws Vertrauen in ihn. Der deutsch-türkische Sportler erhielt selbst auch ein Rehkitz - aus der Kategorie «Integration», überreicht von Moderatorin Nazan Eckes, die ebenfalls aus einer türkischen Familie kommt.

 



Aus deutschen Landen III


Durchringen kann er sich nicht, aber immerhin zeigt er Nerven:


Berlin (dpa) - Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat eine direkte öffentliche Entschuldigung für die Bloßstellung seines Sprechers Michael Offer erneut abgelehnt. Es habe «Grund zur Verärgerung» gegeben, sagte Schäuble am Freitag im Deutschlandfunk.

«Aber ich hab' überreagiert, das ist wahr, das hab' ich ja auch öffentlich gesagt. Aber auch ein Bundesfinanzminister hat Nerven und ist manchmal sehr belastet.» Auf die Frage, ob das Wort Entschuldigung vielleicht angemessen gewesen wäre, entgegnete Schäuble: «Ich glaube, es ist dazu jetzt alles gesagt.»

 


 

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